Der Fluss ist ein Teil der Landschaft und oftmals der »Wildeste« in unserer alltäglichen Umgebung. In einigen Sagen und Vorstellungen sind der Fluss und seine erfundenen Bewohner Symbole für Reichtum und Fruchtbarkeit, in anderen dagegen bringen sie Unheil und sind gefürchtete Wesen. Wenn wir über die positiven Mythen in Bezug auf den Fluss Tordera sprechen, müssen wir unbedingt die Überlieferung der Wasserfrau erwähnen, die zu den bekanntesten und verbreitesten Sagen vom Montseny gehör.
Die Feen, Wassernymphen
und Nixen sind Frauen von einer außergewöhnlichen
Schönheit, die unter Wasser in Schlössern
oder tiefen Höhlen in viel Reichtum leben.
Sie tanzen meist in
der Nacht und waschen ihre Wäsche an den
Fluss- und Seeufern, die sie dann im Mondlicht
aufhängen. Wer es schafft, ihnen ein Kleidungsstück
wegzunehmen, dem ist Wohlstand gesichert. Sie
beschäftigen sich hauptsächlich damit,
die Menschen zu bezaubern, zu täuschen, zu
verhexen oder zu verzaubern - ein Geisteszustand,
in dem jeder vor ihnen zum Gaffer wird (…)
(Fàbrega: 2000,61). Die Sage über
das Bestehen von Wasserfrauen gibt es in verschiedenen
Orten des Massivs: Arbúcies, Gualba, Riells,
Fogars de Montclús, Viladrau und auch außerhalb.