Der Fluss Tordera entspringt am Massiv Montseny, an der Font Bona de Sant Marçal, in einer Höhe von ungefähr 1.100 m. Nach einer Strecke von etwa 60 km mündet er zwischen Malgrat und Blanes ins Meer. Dieses Fließgewässer zeichnet sich durch einen sehr ungewöhnlichen Flusslauf aus. Der Tordera entsteht am Coll de Sant Marçal, einem von den Gipfeln des Matagalls (1.697m) und des Turó de l'Home (1.706m) flankierten Tal, und fließt in Richtung Südwesten. Etwa 4,5 km hinter der Quelle macht er eine scharfe Biegung im rechten Winkel und drängt sich am Ort Vilaseca (Montseny) in die Schlucht des Collformic.
Weiter abwärts durchquert der Fluss das Gemeindegebiet von Fogars de Montclús und fließt in das Bezirk von Sant Esteve de Palautordera. Sobald der Tordera die Berge hinter sich gelassen hat, beginnt der Mittellauf in der Flachebene von Palautordera, die sich durch die entstandenen Mäander auszeichnet. Dieser Teilabschnitt des Flusses Tordera ist mit den großen Anbauflächen, Industrien und mit seinen bedeutenden Ortschaften am stärksten von Menschen geprägt. In Sant Celoni, einem Ort in ca. 150 m Höhe, macht der Fluss erneut eine Biegung im rechten Winkel, um sich in nordwestliche Richtung zu begeben. Der Tordera fließt bis nach Hostalric, wo die Riera d'Arbúcies, die die Schlucht zwischen Les Guilleries und dem Montseny hinabfliest, auf ihn stößt.
Der Fluss Tordera ist ein natürlicher Wasserlauf, der durch Regenwasser und im Frühling durch Schmelzwasser von den Massiverhebungen gespeist wird. Im Herbst nimmt der Abfluss durch die hohen Niederschläge in der Gegend noch einmal stark zu, während sich der Sommer durch eine extreme Trockenheit auszeichnet. Darüber hinaus entsteht im Tordera plötzliches Hochwasser, was die Landschaft in der Ebene, besonders im mittleren und niederen Teilabschnitt des Flusses, geprägt hat. Überflutungen und Überschwemmungen werden seit dem Altertum dokumentiert. Diese Ereignisse sind normalerweise von kurzer Dauer und stark jahreszeitlich abhängig, da sie hauptsächlich im Herbst vorkommen.