DE LIOST und JAUME BOFILL Für Guerau de Liost, das Pseudonym von Jaume Bofill i Mates (1878-1933), war der Montseny die Quelle der Inspiration für sein erstes Werk »La muntanya d'ametistes« (Der Berg der Amethyste) und auch für »Selvatana amor« (Selvatanische Liebe) und »Ofrena rural« (Ländliche Gabe). Er ist zweifelsohne der Dichter des Montseny.
VÍCTOR BALAGUER UND DIE REISEBÜCHER
»Al pie de la encina« (1893) (Am Fuß der Steineiche) von Víctor Balaguer (1824-1901) ist wahrscheinlich das bekannteste Reisebuch über den Montseny.
MARIÀ MANENT UND DIE BEOBACHTUNG DER NATUR Der Dichter Marià Manent bewahrte sich die besten Beschreibungen für die Montseny-Berge auf. Ein Großteil seiner Erzählungen, die durch genaue Schilderungen und eine poetische Sprache bestechen, handelt vom Massiv. Ein gutes Beispiel dafür ist »El vel de Maia«.
(Maias Schleier) geschrieben in Form einer Zeitung.
GEDICHT VON GUERAU DE LIOST
»Gott beschütze dich, Wanderer! Dass der Montseny dir etwas Liebe und etwas Verstand gibt. Hier hast du einen mit Frauenhaarfarn bedeckten Stein. Hier hast du eine Quelle, die mit dir sprechen könnte. Die Kraft des Montseny ist dieses Rinnsal, das das Laubwerk von Tannen und Buchen abspült. Die Kraft des Montseny braut sich in der Höhe zusammen. Daher hat diese Quelle diesen so klaren Blick und ihre Rinne gibt das klagende Echo des vom Wind gefolterten Waldholzes wieder.«
MGR. PERE RIBOT
Mgr. Pere Ribot (1908-1997) kam im Jahr 1941 zur Gemeinde Riells del Montseny. An diesem Ort fand er den Frieden und die Ruhe, um als Priester zu dienen, und er fand auch die Inspiration für seine poetischen Werke. Seit jener Zeit war dieser Ort am Montseny ein Treffpunkt für all diejenigen, die die weisen Worte dieses bescheidenen, einfachen und fröhlichen Mannes suchten.
Pere Ribot wurde im kleinen Friedhof neben der Kirche von Riells beigesetzt, er wurde auf eigenem Wunsch in der Erde begraben.
DIE LUFT AM MONTSENY
Mgr. Pere Ribot (1968)
Ich habe mein Land gefunden
und meine Freiheit:
die Berge, das Wasser, die Wiese,
die Luft, die Luft am Montseny.
Jeder Felssturz, jede Felsnase,
Geheimnis der Einsamkeit:
das Gespann, der Mensch, die Viehherde,
die Luft, die Luft am Montseny.
Alles ist pur, süß und eisern
und stark wie die Ewigkeit:
Ruhe, Frieden und Gefecht,
die Luft, die Luft am Montseny
Font Bona in Sant Marçal
Gedicht von Guerau de Liost